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Zauberposse mit Gesang von Johann (Nepomuk Eduard Ambrosius) Nestroy in einer Neufassung von Heinz Mayer.
Vier Jahre nach dem ersten Spatenstich konnte im November 2003 der
Kulturstadl
Oberfellabrunn offiziell seiner Bestimmung übergeben
werden.
Damit bekam unsere Theatergruppe Oberfellabrunn ihr langersehntes
"Zuhause". Um dieses besondere
Ereignis auch gebührend zu würdigen, hatten wir es uns
nicht leicht gemacht, und eine unserer größten Produktionen mit 30
(!) Darstellern
auf die Beine gestellt |
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Darsteller
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Paul Altenburger |
Hilarius, Mystifax' Sohn |
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Beate Bauer |
Camilla, Palpitis Tochter |
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Brigitte Bruck |
Stellaria, Feenkönigin |
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Michael Bruck |
Hobelmann, Tischlermeister |
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Verena Dornhackl |
Laura, Palpitis Tochter |
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Rosa Dornhackl |
Signora Palpiti |
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Sophie Ehweiner |
Peppi, Hobelmanns Tochter |
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Edin Fejzic |
Straßenjunge |
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Franz Haller |
Knierim, Schustergesell |
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Petra Haller |
Mädchen |
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Maria Henkel |
Amorosa, Liebesfee |
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Oskar Luger |
Mystifax, alter Zauberer |
| Karin Mühlberger |
Anastasia Hobelmann,
Hobelmanns Nichte |
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Renate Rapp |
junge Frau |
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Ernst Scheuer |
Hausierer |
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Herta Schneider |
Fortuna, Glücksfee |
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Verena Schuh |
Brillantine, Fortunas Tochter |
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Helga Schwarz |
Reserl, Magd |
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Sepp Stich |
Pantsch, Wirt |
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Franz Stockinger |
Herr von Windwachel |
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Gerhard Stockinger |
Leim, Tischlergesell |
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Heidi Sykora |
eine Malerin |
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Michael Tröthann |
Strudl, Gastwirt |
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Fabian Weiss |
Fludribus, Sohn eines Magiers |
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Franz Josef Weiss |
Zwirn, Schneidergesell |
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Fritz Weiss |
Fassel, Braumeister |
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Niki Weiss |
Lumpazivagabundus, böser Geist |
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Sebastian Weiss |
Straßenjunge |
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Vicki Weiss |
Hannerl, Kellnerin |
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Jürgen Zeinler |
Herr von Lüftig |
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Produktionsteam
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Heinz Mayer |
Neufassung und Inszenierung |
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Elisabeth Hailwax |
Assistenz |
Erni Weiss,
Michaela Zeinler |
Maske und Kostüme |
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Herbert Fischer |
Bühnenbild |
Franz Stockinger,
Franz Knoth,
Paul Altenburger |
Bühnenbau und Technik |
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Martin Wittmann |
Musikalische Leitung |
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Christian Pröglhöf |
Tontechnik und Licht |
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Aufführungstermine
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| Samstag, |
8.11.2003 |
19.30 |
| Sonntag, |
9.11.2003 |
16.00 |
| Freitag, |
14.11.2003 |
19.30 |
| Samstag, |
15.11.2003 |
19.30 |
| Samstag, |
22.11.2003 |
19.30 |
| Sonntag, |
23.11.2003 |
16.00 |
| Samstag, |
29.11.2003 |
19.30 |
| Sonntag, |
30.11.2003 |
16.00 |
ca. 1.400 Besucher |
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Zum Inhalt
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Der böse Geist Lumpazivagabundus
treibt in der überirdischen Welt sein Unwesen, bringt Ordnung und Moral durcheinander, verführt
die Jugend zum
Spielen, Trinken und zu ungezügelten Liebesabenteuern. Lumpazivagabundus
wird von der Feenkönigin verbannt. In diesem
Zusammenhang kommt es zu einem Streit zwischen der Glücksfee
Fortuna und der Liebesfee Amorosa.
An Leim, Zwirn und Knierim, drei
Versuchspersonen aus der irdischen Welt, soll sich zeigen, ob Reichtum
oder "wahre Liebe" zum soliden bürgerlichen Leben
führt.
Von der Glücksfee Fortuna mit einem riesigen Lotteriegewinn
überschüttet, versuchen die vagabundierenden Handwerksburschen auf
unterschiedlichste Art und Weise ihr Glück zu machen.
Der verzweifelt verliebte Tischler, der
vergnügungssüchtige Schneider und der melancholische Schuster sind das
"liederliche Kleeblatt", an dem Nestroy mit
satirischer Kraft Archetypen der österreichischen Seele bloßstellt.
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Kommentar
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Ein sensationeller Publikumserfolg wurde Nestroys "Lumpazivagabundus"
in einer Neufassung von Heinz Mayer, der
anlässlich der Eröffnung des Kulturstadls von der
Theatergruppe Oberfellabrunn aufgeführt wurde. Bereits vor der Premiere waren alle
sechs geplanten Vorstellungen restlos ausverkauft, auch für die beiden
zusätzlichen Aufführungen waren innerhalb kurzer Zeit keine Karten mehr erhältlich. Es war in der Tat
ein kultureller Event ersten Ranges im Westlichen Weinviertel. Von
einem Laientheater zu sprechen, würde dem Ereignis nicht gerecht
werden - nahezu professionell waren die Inszenierung und ein Großteil
der schauspielerischen Leistungen. Schon
beim Betreten des Kulturstadls wurde der Zuschauer von jener
faszinierenden, dichten Atmosphäre gefangen genommen, die nur alten
Stadln eigen ist. Die zweite Bühne oberhalb der Hauptbühne und eine
dritte
Bühne am Ende des Stadls und wohlklingende Livemusik ließen
bereits vor Beginn der Vorstellung die hohen Ansprüche der
Inszenierung erahnen. Eine durch eine ausgeklügelte Lichttechnik und Bühnendekoration erzeugte mystische Stimmung zu
Beginn der Aufführung, dazu tolle Kostüme und eine perfekte Maske
zogen den Zuschauer vom ersten Augenblick an in ihren Bann. Mit
dem Auftreten des kongenialen Trios Leim, Zwirn und Knieriem wurde
schnell klar, dass dem Publikum nicht nur eine perfekte Ausstattung
und Technik, sondern auch großartiges schauspielerisches Können geboten
wird. Aber nicht nur die Hauptrollen waren glänzend besetzt,
sondern auch bei einigen Nebenrollen, wie z.B. dem diabolischen Lumpazivagabundus
oder dem köstlichen Herrn von Windwachel, musste man bedauern, dass man nicht
mehr davon zu hören und sehen bekam.
Überhaupt war die Spielfreude des großen Ensembles (30 Darsteller !)
permanent spürbar und sprang wie ein Funken auf das Publikum über. Sehr
gelungen war der Text des Stückes: Gegenwartsbezug und
Aktualität (z.B. Transit-Abkommen, Pensions-Reform), sowie die
gelegentliche, treffende Verwendung der bürgerlichen Namen und Berufe der Darsteller (z.B.
Malermeister, Gemeinderat) gaben dem Stück einen ganz besonderen
Pfiff. Insgesamt war diese
bisher größte Produktion in der Geschichte der Theatergruppe
Oberfellabrunn mehr als gelungen und ein absoluter Höhepunkt. Sie
wurde dem Anlass - der Eröffnung des Kulturstadls Oberfellabrunn -
voll gerecht und wird den meisten Zuschauern (und Beteiligten) als
besonderes kulturelles Erlebnis wahrscheinlich noch lange in guter
Erinnerung bleiben. Natürlich hat sich die
Theatergruppe Oberfellabrunn die Latte für die nächste
Inszenierung selber sehr hoch gelegt, aber bei diesem Engagement,
diesem Ideenreichtum und diesem Leistungspotenzial wird es der
Theatergruppe sicher wieder gelingen, dieses Niveau zu erreichen.
Abschließend gilt ein ganz besonderer Dank den Sponsoren des
Projektes und den zahlreichen freiwilligen Helfern, die in
unzähligen Arbeitsstunden die Realisierung dieses Projekt überhaupt
erst ermöglicht haben. |
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Bericht:
Wolfgang Obert
Fotos:
Renate Rapp
Heidi Sykora
Franz Josef Weiss
Katharina Winkler
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Johann
Nestroy
(1801-1862) |
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Neufassung /
Inszenierung
Heinz Mayer |
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Leim
Gerhard Stockinger |
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Knierim
Franz Haller |
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Zwirn
Franz Josef Weiss |
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