Alpenkönig und Menschenfeind (2004)
Erwachsenentheater

Romantisch-komisches Zauberspiel mit Gesang in zwei Aufzügen von Ferdinand Raimund in einer Neufassung von Heinz Mayer.

Darsteller
 

Beate Bauer

Sabine, Köchin

Katharina Bauer Magdalena, Glühwurms Tochter
Thomas Bauer jun. Thomas, Glühwurms Sohn
Brigitte Bruck Marthe, Glühwurms Weib
Michael Bruck Sebastian, Kutscher
Rosa Dornhackl Rosa, geschiedene Frau Rappelkopfs
Sophie Ehweiner Malchen, Rappelkopfs Tochter
Edin Fejzic Edi, Glühwurms Sohn
Christoph Hahn Linarius, Alpengeist
Franz Haller Habakuk, Bedienter
Petra Haller Mitzi, Glühwurms Tochter
Maria Henkel Maria, geschiedene Frau Rappelkopfs
Oskar Luger Oskar, Gärtner
Heinz Mayer Astragalus, der Alpenkönig
Gerhard Mühlberger Alpengeist
Karin Mühlberger Salchen, Glühwurms Tochter
Carina Scheuer Else, Glühwurms Tochter
Ernst Scheuer Herr von Silberkern, Sophiens Bruder, Kaufmann in Venedig;Alpengeist
Sigrid Scheuer Sigrid, Glühwurms Tochter
Albert Schneider Franzl, ein Holzfäller, Salchens Bräutigam
Herta Schneider Helga, geschiedene Frau Rappelkopfs
Katharina Schneider Katharina, Glühwurms Tochter
Helga Schwarz Lischen, Malchens Kammermädchen
Gerhard Stockinger  August Dorn, ein junger Maler
Heidi Sykora Sophie, Rappelkopfs Frau
Franz Josef Weiss Herr von Rappelkopf, ein reicher Gutsbesitzer
Fritz Weiss Christian Glühwurm, ein Kohlenbrenner
Sebastian Weiss Sebastian, Glühwurms Sohn
Theresia Weiss Theresia, Glühwurms Tochter
Leopold Wunderer jun.  Alpengeist
Produktionsteam
 
Heinz Mayer Neufassung und Inszenierung
Elisabeth Hailwax Assistenz
Erni Weiss, Michi Zeinler Maske und Kostüme
Tomas Fetty Bühnenbild und Malerei
Franz Stockinger,
Thomas Bauer,
Peter Haller,
Franz Knoth
Bühnenbau und Technik
Christoph Hahn Musikalische Begleitung
Christian Pröglhöf Licht, Ton, Technik  
Studio Philippe van der Klaauw Tonaufnahme
Anni Grameld Buffet, Leitung
Aufführungstermine
 
Samstag,  13.11.2004   19.30 
Sonntag, 14.11.2004   16.00
Freitag, 19.11.2004   19.30 
Samstag, 20.11.2004   19.30 
Sonntag, 21.11.2004   16.00
Freitag, 26.11.2004   19.30 
Samstag, 27.11.2004   19.30 
Sonntag, 28.11.2004   16.00

ca. 1.700 Besucher

Zum Inhalt
 
Rappelkopf, betrogen und beinahe um sein Vermögen gebracht, macht seinen Mitmenschen durch seine krankhaften Wahnvorstellungen das Leben zur Hölle.

Überall wittert er Komplotte und Anschläge auf sein Leben, sogar den harmlosen Diener verdächtigt er, ihm nach dem Leben zu trachten. Deshalb flieht er in die Einsamkeit des Waldes. Da tritt Astragalus, der Alpenkönig, auf den Plan, um ihn zu kurieren ...

Kommentar
 

Theater vom Feinsten wurde dem Publikum in der diesjährigen Herbstproduktion der Theatergruppe Oberfellabrunn geboten. Gespielt wurde Ferdinand Raimunds Zauberspiel mit Gesang in zwei Aufzügen "Alpenkönig und Menschenfeind", in einer Neufassung von Heinz Mayer.

Bereits beim Betreten des Kulturstadls gab es für den Besucher einen gelungenen Überraschungseffekt, wurde der Stadl doch von drei im Raum verteilten Alpengeistern mit Flinten "bewacht". Diese scheinbare Nebensächlichkeit ließ die Perfektion erahnen, mit der die Theatergruppe auch heuer wieder ans Werk gegangen ist: so waren die Geister nicht nur großartig kostümiert und  geschminkt, sondern wurden darüber hinaus mittels raffinierter Beleuchtung ins rechte Licht gesetzt. Dass die Geister im Privatleben Jäger sind, und dies zu Beginn der Vorstellung auch lautstark mit ihren Flinten demonstrierten, zeigte die Liebe zum Detail, die dieser professioneller Inszenierung vom Anfang bis zum Schlussvorhang eigen war.

Wieder ein Publikumshit waren die Anspielungen und Bezüge zur Realität (z.B. Weinviertler Sparkasse, Stockerau, grüne Seele), die dem Stück einen ganz besonderen Pfiff gaben.  

Nicht nur die Regieeinfälle, die Kostüme, die Maske, das Bühnenbild und die ausgeklügelte Licht- und Tontechnik machten den Abend zum unvergesslichen Erlebnis, sondern vor allem die beeindruckenden schauspielerischen Leistungen. Allen voran der brillante "Menschenfeind", Herr von Rappelkopf, der einen faszinierenden Spagat zwischen Tragik und Komödie vollführte. Ihm stand ein überzeugender Alpenkönig gegenüber. 

Auch die Nebenrollen waren glänzend besetzt, so z.B. die köstliche "bemakelnde" Köchin Sabine, der tollpatschig raffinierte Diener Habakuk oder das Kammermädchen Lischen, die quasi zu Hauptrollen wurden. 

Geradezu berührend war die Waldszene mit Marthe, ihrer Tochter Salchen und deren Geschwister. Die Natürlichkeit und Unbekümmertheit des Oberfellabrunner Theaternachwuchses lassen noch viel Freude für die Zukunft erwarten.

Abschließend gilt ein ganz besonderer Dank den Sponsoren des Projektes und den zahlreichen freiwilligen Helfern, die in unzähligen Arbeitsstunden die Realisierung dieses Projekt überhaupt erst ermöglicht haben.

Zeitungsartikel
 

 

 

Bericht:
Wolfgang Obert

Fotos:
Wolfgang Obert
Katharina Winkler

 

 

Ferdinand Raimund
(1790-1836)

 

 


Vergrößern

 

 

 

Neufassung /
Inszenierung
Alpenkönig
Heinz Mayer

 

 

Herr von Rappelkopf
Franz Josef Weiss

 

 

Habakuk
Franz Haller

 

 

 

 

 

  Fotogalerie

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Dass Theaterspielen nicht nur auf der Bühne Spaß macht, aber auch mit viel Arbeit, Mühe und Stress verbunden ist, zeigt diese Foto-Dokumentation.

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