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Posse in 3 Akten von Johann (Nepomuk Eduard Ambrosius) Nestroy.
Eines der meistgespielten Nestroy-Stücke
in einer Bearbeitung und Inszenierung von Heinz Mayer.
Originaltitel: Liebesgeschichten und Heurathssachen Uraufführung: 23. März 1843,
Theater an der Wien (42 Aufführungen)
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Darsteller
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Beate Bauer
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Lucia Distl, ledige Schwägerin des Herrn von Fett
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| Katharina Bauer |
Kind der Wirtsleute |
| Thomas Bauer |
Kling, Sekretär des Marchese |
| Thomas Bauer jun. |
Kind der Wirtsleute |
| Franz Braindl |
Marchese Vincelli, alter Adel |
| Brigitte Bruck |
Die Wirtin |
| Michael Bruck |
Schneck, ein Landkutscher |
| Sophie Ehweiner |
Ulrike Holm, entfernt mit Herrn von Fett verwandt |
| Franz Haller |
Florian Fett, ehemals Fleischselcher |
| Maria Henkel |
Die Wirtin |
| Oskar Luger |
Georg, Lakai bei Fett |
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Karin Mühlberger
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Fanny, Tochter des Herrn von Fett
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| Carina Scheuer |
Kind der Wirtsleute |
| Ernst Scheuer |
Der Wirt zum Silbernen Rappen |
| Sigrid Scheuer |
Kind der Wirtsleute |
| Albert Schneider |
Alfred, Sohn des Marchese Vincelli |
| Herta Schneider |
Die Wirtin |
| Helga Schwarz |
Philippine, Stubenmädchen |
| Denise Stich |
Kind der Wirtsleute |
| Gerhard Stockinger |
Anton Buchner, Kaufmannssohn |
| Franz Josef Weiss |
Nebel |
| Fritz Weiss |
Ein Wächter |
| Theresia Weiss |
Kind der Wirtsleute |
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Produktionsteam
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| Heinz Mayer |
Bearbeitung und Inszenierung |
Fritzi und Theresia Weiss |
Assistenz |
Erni Weiss, Maria Braindl |
Maske und Kostüme |
| Tomas Fetty |
Bühnenbild |
Franz Stockinger, Robert Haller, Peter Haller, Thomas Bauer |
Bühnenbau |
Christoph Hahn, Martin Wittmann |
Musikalische Begleitung |
| Christian Pröglhöf |
Tontechnik und Licht |
| Anni Grameld |
Buffet, Leitung |
| Helga Schmoll, Zwettl |
Kostümverleih |
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Aufführungstermine
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| Samstag, |
5.11.2005 |
19.30 |
| Sonntag, |
6.11.2005 |
16.00 |
| Freitag, |
11.11.2005 |
19.30 |
| Samstag, |
12.11.2005 |
19.30 |
| Sonntag, |
13.11.2005 |
16.00 |
| Freitag, |
18.11.2005 |
19.30 |
| Samstag, |
19.11.2005 |
19.30 |
| Sonntag, |
20.11.2005 |
16.00 |
| Freitag, |
25.11.2005 |
19.30 |
| Samstag, |
26.11.2005 |
19.30 |
ca. 2.000 Besucher
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Zum Inhalt
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Alter Adel und Geldadel, erstarrt
in unfreiwilliger Komik, sind die Ausgangsbasis für ein lebendiges Durcheinandergetriebensein der Bühnenfiguren durch
wahre und berechnende Liebe, blinde Eifersucht und dumme und starrsinnige Eitelkeiten.
Nestroy selbst spielte den Nebel, einen Habenichts und Tunichtgut, der unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versucht,
zu Geld und Ansehen zu kommen. Er kann es aber nicht verhindern, dass am Ende des Stückes trotz heftigster Intrigen einige
glückliche Paare jenes Band knüpfen, von dem Nestroy sagt, "es ist das kürzeste an Raum und das längste an Zeit".
Nestroy karikiert in diesem Stück sowohl den dekadenten alten Adel, als auch
die zu großem Vermögen gekommenen Neureichen, den so genannten Geldadel.
Die Handlung spielt in einem Dorfe in einiger Entfernung von Wien, teils in einem Gasthof,
teils im Schloss des Herrn von Fett.
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Kommentar
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Dass sich die Theatergruppe Oberfellabrunn bei ihrer neuesten Produktion auch heuer wieder besonders viel Mühe gegeben
hat, erkennt man schon an dem Umstand, dass das diesjährige Stück "Liebesgeschichten und Heiratssachen" zu den bisher
längsten Inszenierungen in der Geschichte der Theatergruppe zählt.
Doch wie schon Seneca feststellte, kommt es bei einem Theaterstück nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern
wie gut es gespielt wird. Treffen nun glänzende Schauspieler in einem äußerst unterhaltsamen, liebevoll
in Szene gesetzten Stück mit unzähligen Pointen (Neudeutsch: Gags) zusammen, dann entsteht jene Mixtur, die den Zuschauer
von der ersten Sekunde an bis zum (virtuellen) Schlussvorhang in ihren Bann zieht, und die den Theaterabend unvergesslich
macht.
Besonders gut gelungen ist heuer wie immer die Besetzung der meisten Haupt- und Nebenrollen.
Dabei wurden die bewährten Stars des Ensembles durch einen Gast aus dem Waldviertel, Franz Braindl, genial unterstützt.
Sehr erfreulich sind auch die glänzenden Leistungen des aufstrebenden Oberfellabrunner Theater-Nachwuchses.
Zum großartigen Erfolg des Stückes tragen aber nicht nur die feinen schauspielerischen
Leistungen, sondern ebenso das Bühnenbild, die Kostüme, die Maske, die musikalische Begleitung und die Lichtsetzung bei.
Nicht zu vergessen die zahlreichen liebevollen Regieeinfälle, wie abstrakte Requisiten (überdimensionale Münzen, ...)
oder der rituelle Bühnenumbau, der ein eigenes Stück innerhalb der Aufführung ist.
Dass auch die Theatergruppe Oberfellabrunn nicht gegen die Tücken einer Premiere gefeit ist,
zeigen die kleinen Pannen, die eine nach Perfektion strebende Produktion umso liebenswerter machen. So war es auch am
Premieren-Abend des 5.11.: erst weigerte sich ein Requisite - eine Gitarre - standhaft mitzuspielen, dann spielte zuweilen
die erste Reihe Mitte eine Hauptrolle - da saß nämlich die Souffleuse.
Abschließend gilt ein ganz besonderer Dank den Sponsoren des Projektes und den zahlreichen freiwilligen Helfern,
die in unzähligen Arbeitsstunden die Realisierung dieses Projekt überhaupt erst
ermöglicht haben.
Herzlichen Glückwunsch und "Toi, toi, toi" allen Mitwirkenden !
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Zeitungsartikel
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| Bericht: |
| Wolfgang Obert |
| Fotos: |
| Katharina Winkler |
| Wolfgang Obert |
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Johann Nestroy (1801-1862)
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Bearbeitung/ Inszenierung Heinz Mayer
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Nebel Franz Josef Weiss
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Herr von Fett Franz Haller
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Marchese Vincelli Franz Braindl
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