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Ins und durchs kulinarische Waldviertel führte der diesjährige von Petra und weiteren guten Geistern des
Vereins perfekt organisierte Vereinsausflug am 13. August 2011.
Über 30 bestgelaunte Frühaufsteher (ja, auch so etwas gibt es) aller Altersklassen fanden sich zu nachtschlafender
Stunde beim Oberfellabrunner Feuerwehrhaus ein, wo der Bus pünktlich um 6.30 in Richtung Waldviertel abfuhr. Nach
nicht einmal einer Stunde gab es, sehr zur Freude der zahlreichen hungrigen Teilnehmer und der Raucher, bereits den
ersten Zwischenstopp in St. Marein, wo im Gasthof Gamerith ausgiebig gefrühstückt wurde.
Danach ging es weiter, vorbei am Stausee Ottenstein, nach Sprögnitz, Bezirk Zwettl, wo uns in der
"Käuter-Sinnes-Erlebniswelt
SONNENTOR" der erste Höhepunkt des Tages erwartete. Bei der rund 1,5-stündigen Führung, erfuhren wir allerdings
nicht unbedingt - wie ursprünglich geplant - "alles über die Herstellung von Tees, Gewürzen und noch vieles mehr aus
der kontrolliert biologischen Landwirtschaft". Die Führung war dennoch nicht uninteressant, gab sie doch einen
Einblick in ein Unternehmen, das heute in über 40 Länder weltweit exportiert und das sich vom kleinen
3-Mann-Unternehmen in knapp über 20 Jahren zum 150 Mann-Großbetrieb mit insgesamt 400 Vertragspartnern entwickelt hat.
Und das in einer Region, die von Arbeitsplätzen nicht gerade gesegnet ist. Es ist schon sehr beeindruckend, was hier
auf die Beine gestellt wurde - und ein Schulbeispiel für unternehmerische Initiative. Die Möglichkeit, sich mit
erlesenen Kräutern und div. Kräuterprodukten bis hin zum "Schlaukakao" im nicht gerade kleinen Kräuter-Shop eindecken
zu können, wurde von zahlreichen Teilnehmern ausgiebig genutzt.
Danach ging es zum "Waldviertler Mohnhof", einem alten Erbeinöd der Familie Greßl in Haiden bei
Ottenschlag, wo seit vielen Jahren erlesene Mohnsorten angebaut, mit viel Sorgfalt aufbereitet und weiter veredelt
werden. In einer Tondiaschau erfuhren wir vom sichtlich sehr stolzen Chef persönlich, nicht nur den Werdegang einiger Familienmitglieder, sondern u.a. dass im Waldviertel neben Graumohn auch Blau- und Weiß-Mohn angebaut
werden, nicht aber der in manchen Kreisen sehr beliebte afghanische Mohn. Im Mohnmuseum durften wir eine mannshohe
Riesenmohnkapsel und die möglicherweise größte Mohnmühlensammlung der Welt bewundern. Zum Abschied konnten die Besucher
die unterschiedlichsten Mohnprodukte, wie gequetschten Mohn, Mohnöle, Mohnbrand, Mohnölseifen, usw. im Mohn-Shop
erwerben.
Dass soviel Information und Shoppen hungrig macht, liegt auf der Hand und so hieß die nächste Station Mittagessen. Dafür wurde vom
Reise-Management der "Kirchenwirt Adam" in Kirchschlag auserkoren.
Bekanntlich ist nach einem üppigen Mahl ein Schnapserl nicht das Schlechteste, und so war es nicht verkehrt
im Anschluss an das Mittagessen die nahegelegene Whisky-Erlebniswelt, der "1. Whiskydistellerie Österreichs",
im Waldviertler Roggenhof in Roggenreith zu besuchen. Leider verzögerten sich aufgrund des regen
Besucherinteresses etwas Vortrag und Führung, die das Ziel hatten, die Faszination Whisky näher zu bringen. Auch hier
wurden wir von der selbstbewussten, forschen Chefin des Hauses persönlich betreut und mit allerlei Informationen versorgt. Erst
danach gab es die sehnsüchtig erwartete Verkostung der div. Whisky-Sorten. Neu für so manchen Teilnehmer war sicherlich, dass es köstlichen,
aus Roggen und Gerste hergestellten, Whisky nicht nur in Schottland, sondern auch im nahegelegenen Waldviertel gibt.
Natürlich gab es für jedermann Gelegenheit, seinen dringenden Bedarf an Whisky-Produkten vor Ort abzudecken.
Auf der Heimreise gab es noch einen Einkehrschwung im "Buschenschank Humer-Gilly" in Maissau, wo sich
sogar die Sonne von ihrer besten Seite zeigte, nachdem sie sich tagsüber eher nobel zurückgehalten und einzelnen
Regenschauern den Vortritt gelassen hatte. Dies störte aber nicht wirklich, waren doch sämtliche besuchten
Attraktionen indoor und überdies gab es während aller Fahrpausen erfreulicherweise auch Regenpausen.
Auf der letzten Tagesetappe von Maissau nach Oberfellabrunn gab - nicht ganz programmgemäß - Heinz Mayer noch das
"beste aller Mundartgedichte" zum Besten - zumindest Teile davon. Knapp vor Beginn des TV-Hauptabendprogramms um 20.15
war dann Schluss mit lustig und der souveräne Chauffeur Wolfgang der Fa. Haschka lieferte uns wieder wohlbehalten beim
Feuerwehrhaus ab.
Für einige der illustren Teilnehmer war damit aber noch lange nicht Feierabend, denn sie fuhren schnurstracks zum
Hollabrunner Volksfest - wahrscheinlich zur Nachbesprechung des gelungenen Tages ...
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