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Goodbye, Rosi!
Bericht:
Wolfgang Obert
Petra Mayer-Herold
Fotos:
Petra Mayer-Herold
 
 
 
 
 
 
 
 

Wenn jemand nach jahrzehntelangem, unermüdlichen Arbeiten in den wohlverdienten Ruhestand geht, dann ist das normalerweise ein echter Grund zum Feiern. Wenn dieser jemand aber Rosa „Rosi“ Dornhackl heißt, dann muss man die Sache schon etwas differenzierter sehen:

  1. ist es kaum zu glauben, dass die jugendliche Oma überhaupt schon in Pension gehen darf

  2. freut sich natürlich der ganze Ort mit „unserer Rosi“, dass sie jetzt mehr Zeit für sich selbst und ihre Familie hat

  3. bedeutet es aber auch das traurige Ende einer bislang unverzichtbaren Oberfellabrunner Tradition und Institution - dem „Kaufhaus Dornhackl“ (ehem. Winkler).

Das Kaufhaus im Zentrum des Ortes - und des Geschehens.

Circa 115(!) Jahre war die Greißlerei nicht nur Nahversorger und damit zentrale Lebensader des Ortes, sondern auch Kommunikations-Mittelpunkt für die Ortsbevölkerung. So ist mit dem Ende des Jahres 2010 auch eine Ära zu Ende gegangen und bei der Abschiedsparty am 31.12. kam bei dem einen oder anderen, insbesondere bei Rosi selbst, schon etwas Wehmut auf. Angesichts der großen Bekannt- und Beliebtheit von Rosi im ganzen Ort verwundert es nicht, dass es sich kaum ein Ortsbewohner nehmen ließ, an diesem Tag bei Rosi vorbeizuschauen, so dass man fast von einem „Volksfest“ sprechen konnte. Dementsprechend war auch die köstliche kulinarische Versorgung in Form von Gulasch, Krapfen, Glühwein und Tee.

Perfektes Service - zum Wohle des Vereins

Auch dem Dorferneuerungsverein Oberfellabrunn, allen voran Obfrau Monika Weiss und Fam. Bruck, war es ein großes Anliegen, sich bei Rosi ein Stelldichein zu geben und ihr für ihre Dienste am Verein und die zuverlässige Lieferung von Getränken und Lebensmitteln über all die Jahre herzlich zu bedanken. In dieser Zeit konnte es schon das eine oder andere Mal vorkommen, dass just an einem Wochenende die Nahrungskette im Verein unterbrochen wurde und Rosi’s Mann Hans in einer Notaktion für Nachschub sorgen musste. In diesem Zusammenhang auch noch vielen Dank an den immer lustigen Waldviertler „Hansi“ für seine tatkräftige Unterstützung, die uns in Zukunft ebenfalls sehr fehlen wird.

Rosi ist aber nicht nur den Oberfellabrunnerinnen und Oberfellabrunnern bestens bekannt, sondern auch den zahlreichen Theaterbesuchern aus nah und fern ein Begriff, zeichnet sie doch für das stets perfekte Sitzplatz-Management des Kulturstadls im Rahmen der jährlichen Aufführungen der Theatergruppe Oberfellabrunn verantwortlich. Wir hoffen, dass uns Rosi zumindest in dieser Funktion noch viele Jahre erhalten bleibt.

Der finale Akt

Die letzte Runde im Leben des Kaufhaus Dornhackl wurde durch Rosi’s Sohn Mario eingeläutet, der in perfekter „Marktschreier-Manier“ in einer -50%-Aktion sämtliche Waren an den Mann bzw. an die Frau brachte und dafür sorgte, dass diese mit vollbepackten Sackerln und Schachteln das Geschäft verließen.

Dass am Ende des Tages das Geschäft komplett leer gekauft wurde, war zwar ökonomisch gesehen sehr erfreulich, der sichtlich gerührten Rosi aber alles andere als „eins“ …


Die NÖN widmete dem "Jahrhundert-Ereignis" eine ganze Seite:
 



siehe auch: NÖN Online-Ausgabe

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Rosi's Abschied

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